Skulpturen   aus   Schrott    -    Chris Kircher
  
   
                           Skulpturen
    
Startseite
 
Galerie
 
Kontakt
 
Ausstellungen
 
Künstlerin

Der Arbeitsprozess ist offen und ergibt sich im ganz direkten Arbeiten mit dem Material, Vorentwürfe zu den Skulpturen gibt es nicht.
 
Der Ausgangspunkt für eine Skulptur oder für die Entscheidung ein gefundenes Einzelteil in den Gesamtkontext aufzunehmen, ist immer die Faszination, die von dem jeweiligen Element ausgeht, solange es noch auf dem Schrottplatz liegt und es selbst ist: ein seltsam geformtes Eisenteil, ein antiquiertes Handwerkszeug, der Rest eines T-Trägers, ein weggeworfener Gegenstand aus Metall.

Es sind Formqualitäten, die die Fundstücke für den Zusammenhang der künstlerischen Idee interessant machen oder überhaupt erst eine Vorstellung auslösen. Das aufgehobene Ding erscheint nicht mehr in seiner funktionalen Objektwirklichkeit, sondern als ästhetischer, also abstrakter Gegenstand, der gerade in seiner Dinglichkeit eine völlig andere Eigenart annehmen kann.
So wird der verrostete Mähbalkenzinken zur Grundlage einer Kopfes oder das vielfach geschlungene Stahlband zum interessanten Schweif, Nägel zum kecken Federschmuck.

Die Authentizität jedes einzelnen Teils, das mit möglichst wenig Überarbeitung oder Verformung in neue Zusammenhänge gefügt wird, verliert sich meist oder geht auf in der Einheit des Ganzen und das führt zu der oft verblüffenden Ausstrahlung der Skulpturen. Die gerne im Fundzustand belassenen Dinge offenbaren in der witzigen Kombination einen neuen, überraschenden Charakter.

Die Figuren sind eigenwillig im Ausdruck, oft spielerisch und zugleich von innerer Bewegtheit erfüllt. Nur die Skulptur gleichsam rückläufig zergliederndes Sehen würde sie wieder identifizieren können. Hieran wird die umfassende Eigenständigkeit des Kunstwerks gerade aufgrund der in ihm verwendeten Materialien anschaulich, mit denen ganz direkt gearbeitet wird.

Auf Oberflächenbehandlung wird weitgehend verzichtet, so dass das Material mit seiner vielfarbig differenzierten, natürlichen rostigen Patina in seiner ganzen Schönheit zur Geltung kommt.

Für die Figuren wird im wesentlichen Stahlschrott verwendet, selten auch Neumaterial. Das Zusammenfügen erfolgt mittels eines Schutzgasschweißgeräts.