Zu den Skulpturen


Der Ausgangspunkt für eine Skulptur oder die Entscheidung ein gefundenes Einzelteil in den Gesamtkontext aufzunehmen, ist immer die Faszination, die von dem jeweiligen Element ausgeht, solange es noch auf dem Schrottplatz liegt und es selbst ist: ein seltsam geformtes Eisenteil, ein antiquiertes Handwerkszeug, der Rest eines T-Trägers, ein weggeworfener Gegenstand aus Metall.

Der Arbeitsprozess ist offen und ergibt sich im ganz direkten Arbeiten mit dem Material, Vorentwürfe zu den Skulpturen gibt es nicht.

Es sind Formqualitäten, die die Fundstücke für den Zusammenhang der künstlerischen Idee interessant machen oder überhaupt erst eine Vorstellung auslösen. So wird der verrostete Mähbalkenzinken zur Grundlage einer Kopfes oder das vielfach geschlungene Stahlband zum interessanten Schweif, Nägel zum kecken Federschmuck.

Die Authentizität jedes einzelnen Teils verliert sich im neuen Zusammenhang oder geht auf in der Einheit des Ganzen. Das führt zu der oft verblüffenden Ausstrahlung der Skulpturen. Nur die Skulptur gleichsam rückläufig zergliederndes Sehen würde sie wieder identifizieren können.

Die gerne im Fundzustand belassenen Dinge offenbaren in ihrer Kombination einen neuen, überraschenden Charakter. Die Figuren sind eigenwillig im Ausdruck, oft spielerisch und zugleich von innerer Bewegtheit erfüllt.

Auf Oberflächenbehandlung wird weitgehend verzichtet, so dass das Material mit seiner vielfarbig differenzierten, natürlichen rostigen Patina in seiner ganzen Schönheit zur Geltung kommt.

Für die Figuren wird im wesentlichen Stahlschrott verwendet, selten auch Neumaterial. Das Zusammenfügen erfolgt mittels eines Schutzgasschweißgeräts. Die Figuren sind aufgrund ihrer Wetterbeständigkeit mit wenigen Ausnahmen sowohl für Innen- als auch Außenräume geeignet.